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Welche Arten von E-Mail-Marketing gibt es, und welche davon brauchst du wirklich? Die Frage klingt nach Lehrbuch, hat aber praktische Folgen. Wer jede E-Mail als „Newsletter“ behandelt, verschickt Angebote an Leute, die gerade erst eine Bestellbestätigung erwarten, oder vergisst die automatischen Mails, die im Hintergrund am meisten bewirken.
Die Kurzantwort: Bei den Arten von E-Mail-Marketing unterscheidet man vor allem neun E-Mail-Typen.
- Newsletter: regelmäßige Ausgaben mit Inhalten für die ganze Liste oder ein Segment
- Werbe- und Angebots-E-Mails: einmalige Aktionen, Rabatte, Produktlaunches
- Willkommensmails: die erste Mail oder Serie direkt nach der Anmeldung
- Follow-up- und Nurturing-Serien: mehrere Mails in festem Abstand, die Interessenten Schritt für Schritt begleiten
- Verhaltensbasierte Trigger-Mails: Reaktionen auf Klicks, Seitenbesuche oder einen abgebrochenen Kauf
- Transaktions- und Service-E-Mails: Bestellbestätigung, Rechnung, Passwort, Terminbestätigung
- Reaktivierungs-E-Mails: Versuche, inaktive Kontakte zurückzugewinnen
- Anlass-E-Mails: Geburtstag, Kundenjubiläum, saisonale Termine
- Feedback- und Bewertungsanfragen: Umfragen und Bitten um eine Bewertung
Andere Ratgeber nennen vier, sechs oder zwölf Arten. Das liegt nicht daran, dass jemand falsch zählt, sondern daran, dass es keine offizielle Einteilung gibt. Deshalb bekommst du hier zusätzlich zwei einfache Fragen, mit denen du jede E-Mail selbst einordnen kannst.

Arten von E-Mail-Marketing auf einen Blick
Die Tabelle zeigt, wodurch jede Art ausgelöst wird, welches Ziel sie hat und ob sie rechtlich in der Regel als Werbung zählt. Das ist wichtig, weil Werbung per E-Mail in Deutschland grundsätzlich eine Einwilligung braucht.
| Art | Auslöser | Hauptziel | Werbung im Sinne des UWG? |
|---|---|---|---|
| Newsletter | Zeitplan | Beziehung, Reichweite | in der Regel ja |
| Werbe- und Angebots-E-Mail | Zeitplan, Aktion | Verkauf | ja |
| Willkommensmail | Anmeldung | Vertrauen, erste Conversion | meist ja, sobald sie etwas bewirbt |
| Follow-up- und Nurturing-Serie | Anmeldung oder Tag | Interessenten zu Kunden entwickeln | ja |
| Verhaltensbasierte Trigger-Mail | Klick, Besuch, Kaufabbruch | passende Reaktion zur richtigen Zeit | ja |
| Transaktions- und Service-E-Mail | Bestellung, Konto, Termin | Information zu einem Vorgang | nein, solange sie werbefrei bleibt |
| Reaktivierungs-E-Mail | Inaktivität | Kontakte zurückholen oder Liste bereinigen | ja |
| Anlass-E-Mail | Datum | Bindung, Anlass für ein Angebot | ja |
| Feedback- und Bewertungsanfrage | Kauf, Termin, Zeitplan | Verbesserung, Bewertungen | ja (BGH 2018) |
Die Spalte „Werbung“ ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Was im Einzelfall gilt, hängt vom Inhalt der konkreten E-Mail ab. Mehr dazu im Abschnitt zur rechtlichen Einordnung weiter unten.
Zwei Fragen, mit denen du jede E-Mail einordnest
Statt die Arten von E-Mail-Marketing auswendig zu lernen, hilft ein einfaches Raster. Jede Marketing-E-Mail lässt sich mit zwei Fragen beschreiben.
Frage 1: Was löst den Versand aus?
Ein Zeitplan. Du entscheidest, wann eine E-Mail an viele Empfänger gleichzeitig rausgeht, zum Beispiel jeden Dienstag oder zum Start einer Aktion. Newsletter und Werbe-E-Mails funktionieren so. In vielen Tools heißt das „Newsletter“ oder „Kampagne“.
Ein Ereignis. Ein Kontakt tut etwas, und die E-Mail reagiert darauf: Er meldet sich an, klickt auf einen Link, bricht einen Kauf ab oder hat Geburtstag. Jeder Empfänger bekommt die Mail zu einem anderen Zeitpunkt. Das ist der Bereich der Automationen, oft auch Trigger-Mails oder Autoresponder genannt.
Der Begriff „Trigger-Mail“ beschreibt übrigens nur den Auslöser, nicht den Inhalt. Eine Bestellbestätigung ist genauso eine Trigger-Mail wie eine Warenkorb-Erinnerung mit Gutschein. Rechtlich sind die beiden aber völlig verschieden.
Frage 2: Was soll die E-Mail erreichen?
Hier gibt es drei Zwecke, die sich in der Praxis oft mischen:
- Informieren und Beziehung aufbauen: Wissen, Tipps, Neuigkeiten, Geschichten.
- Verkaufen: ein Angebot, ein Produkt, eine Anmeldung zu einem Webinar.
- Einen Vorgang abwickeln: Bestellung bestätigen, Rechnung schicken, Termin erinnern.
Kombinierst du beide Fragen, ergibt sich eine Matrix. Ein Newsletter ist „Zeitplan + Information“, eine Black-Friday-Mail „Zeitplan + Verkauf“, eine Willkommensserie „Ereignis + Information und später Verkauf“, eine Bestellbestätigung „Ereignis + Vorgang“. Mit diesem Raster findest du für jede neue Idee schnell heraus, wie du sie technisch umsetzt und ob du dafür eine Einwilligung brauchst.

Die 9 wichtigsten Arten von E-Mail-Marketing im Detail
Zu jeder der neun Arten von E-Mail-Marketing findest du, wofür sie gut ist, wann sie nicht passt und ein Beispiel aus dem Alltag eines kleinen Unternehmens.
1Newsletter
Der Newsletter ist die bekannteste Form: eine regelmäßige Ausgabe an alle Abonnenten oder an ein Segment. Typische Inhalte sind ein Fachtipp, ein neuer Blogartikel, ein Blick hinter die Kulissen oder eine Neuigkeit aus dem Unternehmen.
Sinnvoll, wenn du regelmäßig etwas Nützliches zu sagen hast und deine Marke im Gedächtnis bleiben soll. Ein Newsletter lebt vom Rhythmus. Wer alle drei Monate einmal schreibt, wird schnell vergessen und landet eher im Spamordner.
Nicht ideal, wenn du nur verkaufen willst. Ein Newsletter, der jede Woche ausschließlich Angebote enthält, verliert Leser. Eine bewährte Faustregel ist, deutlich mehr Inhalte mit Nutzen als Verkaufsbotschaften zu schicken. Eine feste Quote gibt es dafür nicht.
Beispiel: Eine Physiotherapeutin verschickt jeden ersten Montag im Monat eine Übung für den Rücken, einen kurzen Praxis-Tipp und am Ende einen Hinweis auf freie Kurstermine.
2Werbe- und Angebots-E-Mails
Diese E-Mails haben ein klares Verkaufsziel: ein Rabatt, ein neues Produkt, ein Launch, eine Einladung zu einem bezahlten Workshop. Sie gehen meist einmalig oder als kurze Serie zu einem festen Termin raus.
Sinnvoll für zeitlich begrenzte Aktionen und Produkteinführungen. Eine Launch-Serie mit drei bis fünf E-Mails (Ankündigung, Öffnung, Erinnerung, letzter Tag) ist für viele Selbstständige die umsatzstärkste Phase des Jahres. Wie du solche Mails überzeugend aufbaust, zeigt der Leitfaden zum Verkaufen über Newsletter.
Nicht ideal als Dauerzustand. Wer ständig Rabatte verschickt, erzieht seine Leser dazu, nur noch im Angebot zu kaufen.
Beispiel: Ein Online-Kurs öffnet zweimal im Jahr für eine Woche. Der Anbieter schickt am Montag die Ankündigung, am Mittwoch Antworten auf häufige Fragen und am Freitagabend die Erinnerung, dass die Anmeldung schließt.
3Willkommensmail und Willkommensserie
Die Willkommensmail kommt unmittelbar nach der bestätigten Anmeldung. Sie liefert das versprochene Freebie, stellt dich kurz vor und sagt, was die Leser künftig erwarten dürfen. Aus einer einzelnen Mail wird oft eine Serie aus drei bis fünf E-Mails über die ersten ein bis zwei Wochen.
Sinnvoll für fast jeden, der eine Liste aufbaut. Neue Abonnenten sind in diesem Moment besonders aufmerksam, weil sie sich gerade bewusst eingetragen haben. Wenn du erst anfängst, Newsletter Abonnenten zu gewinnen, ist die Willkommensserie meist die erste Automation, die sich lohnt.
Nicht ideal, wenn sie nur „Danke für deine Anmeldung“ sagt. Eine Begrüßung ohne nächsten Schritt verschenkt den besten Moment der ganzen Beziehung.
Beispiel: Ein Fotograf bietet eine Checkliste für Hochzeitsfotos an. Mail 1 liefert die Checkliste, Mail 2 zeigt drei typische Fehler bei der Planung, Mail 3 erzählt, wie ein Shooting abläuft, und Mail 4 lädt zu einem kostenlosen Beratungsgespräch ein.
4Follow-up- und Nurturing-Serien
Nurturing bedeutet „pflegen“. Gemeint ist eine Serie von E-Mails, die Interessenten über Wochen begleitet, ihre Fragen beantwortet und Vertrauen aufbaut, bevor ein Angebot kommt. Jede Mail geht in einem festen Abstand zur Anmeldung oder zu einem anderen Startpunkt raus, also nicht für alle am selben Tag.
Sinnvoll für erklärungsbedürftige Angebote mit längerer Entscheidungsphase: Coaching, Software, Beratung, hochpreisige Produkte. Eine solche Serie ist das Herzstück jedes E-Mail-Funnels und gehört zu den Arten von E-Mail-Marketing, die einmal gebaut lange arbeiten.
Nicht ideal für Impulskäufe und sehr günstige Produkte, bei denen niemand eine Woche lang nachdenkt.
Beispiel: Eine Steuerberaterin bietet einen Leitfaden für Gründer an. Danach folgen sechs Mails im Abstand von drei Tagen zu Rechtsform, Buchhaltung, Fristen und typischen Fehlern. Erst Mail 6 stellt ihr Gründerpaket vor.
5Verhaltensbasierte Trigger-Mails
Diese E-Mails reagieren auf das, was ein Kontakt tut: Er klickt in einem Newsletter auf ein bestimmtes Thema, besucht die Preisseite, meldet sich zu einem Webinar an oder legt etwas in den Warenkorb und kauft nicht. Daraufhin startet eine passende Mail oder Serie.
Sinnvoll, weil die Botschaft genau dann ankommt, wenn das Interesse da ist. Die bekannteste Form ist die Warenkorbabbrecher-E-Mail im Onlineshop. Für Dienstleister sind Klick-Trigger oft wertvoller: Wer auf „Preise“ klickt, bekommt am nächsten Tag eine Mail mit den häufigsten Fragen zum Angebot. Einen Überblick über Aufbau und Werkzeuge gibt der Artikel zur E-Mail-Marketing-Automation.
Nicht ideal, wenn die Reaktion zu aufdringlich wirkt. „Wir haben gesehen, dass du dir unsere Preise angeschaut hast“ kann unangenehm sein. Besser ist eine hilfreiche Mail, die das Thema aufgreift, ohne das Tracking zu betonen.
Beispiel: Ein Shop für Kaffeemaschinen schickt eine Stunde nach einem abgebrochenen Kauf eine Erinnerung mit den Produktdaten und einen Tag später Antworten auf die häufigsten Fragen zur Lieferung.
6Transaktions- und Service-E-Mails
Transaktionsmails gehören streng genommen nicht zum Marketing, sondern zum Geschäftsbetrieb: Bestellbestätigung, Versandinfo, Rechnung, Passwort zurücksetzen, Terminbestätigung, Kontoänderung. Sie werden durch einen Vorgang ausgelöst, den der Empfänger selbst angestoßen hat, und er erwartet sie.
Trotzdem gehören sie in jede Übersicht über die Arten von E-Mail-Marketing, aus zwei Gründen. Erstens werden sie fast immer geöffnet und prägen damit den Eindruck deiner Marke. Zweitens ist die Versuchung groß, dort „nur kurz“ ein Angebot unterzubringen. Genau das ist rechtlich heikel, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Praxis: Bestellbestätigungen und Rechnungen kommen in der Regel direkt aus deinem Shopsystem, deiner Buchungssoftware oder deinem Zahlungsanbieter, nicht aus dem Newsletter-Tool. Achte darauf, dass sie klar, vollständig und frei von Werbung sind.
7Reaktivierungs-E-Mails
Reaktivierungs- oder Win-back-Mails gehen an Kontakte, die seit längerer Zeit weder öffnen noch klicken. Sie fragen nach, ob das Interesse noch besteht, bieten eventuell einen Anreiz und kündigen an, dass inaktive Adressen sonst entfernt werden.
Sinnvoll für jede Liste, die älter als ein paar Monate ist. Inaktive Kontakte drücken die Öffnungsraten und schaden auf Dauer der E-Mail-Zustellbarkeit, weil Postfachanbieter auf das Verhalten deiner Empfänger achten.
Nicht ideal als Endlosschleife. Wer nach zwei oder drei Versuchen nicht reagiert, sollte aus dem regulären Versand genommen werden.
Beispiel: Wer 180 Tage lang nichts geöffnet oder geklickt hat, bekommt die Betreffzeile „Sollen wir dir weiter schreiben?“ mit einem einzigen Button. Ohne Klick wird der Kontakt nach 14 Tagen aussortiert.
8Anlass-E-Mails: Geburtstag, Jubiläum, Saison
Hier ist ein Datum der Auslöser. Das kann persönlich sein (Geburtstag, ein Jahr Kunde) oder für alle gleich (Weihnachten, Ostern, Schulanfang, Black Friday).
Sinnvoll, wenn der Anlass zu deinem Angebot passt. Ein Geburtstagsgutschein im Café oder beim Friseur wirkt natürlich. Persönliche Anlässe brauchen allerdings Daten, die du nur abfragen solltest, wenn du sie wirklich nutzt. Wer bei der Anmeldung nach dem Geburtstag fragt, sollte auch erklären, wofür.
Nicht ideal für jeden Feiertag im Kalender. Saisonale Mails ohne Bezug zum eigenen Thema wirken austauschbar.
Beispiel: Ein Yoga-Studio schickt Mitgliedern zum einjährigen Jubiläum eine kurze Nachricht der Lehrerin und eine Freistunde für eine Begleitperson.
9Feedback- und Bewertungsanfragen
Nach einem Kauf oder Termin fragst du nach der Zufriedenheit oder bittest um eine Bewertung bei Google oder in einem Shop. Die Antworten helfen dir, besser zu werden, und Bewertungen stärken das Vertrauen neuer Kunden.
Wichtig: Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass eine Kundenzufriedenheitsumfrage per E-Mail Werbung ist, auch wenn sie in derselben Mail wie die Rechnung steckt (BGH, Urteil vom 10.07.2018, VI ZR 225/17). Du brauchst also eine Einwilligung oder musst die Bedingungen der Bestandskundenausnahme erfüllen.
Beispiel: Ein Handwerksbetrieb fragt im Angebotsformular per Checkbox, ob Kunden nach dem Auftrag eine kurze Umfrage per E-Mail erhalten möchten. Nur diese Kunden bekommen eine Woche nach Abschluss zwei Fragen und einen Link zur Bewertung.
Werbung oder nicht? Die rechtliche Einordnung der E-Mail-Arten
In Deutschland regelt vor allem § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), wann Werbung per E-Mail erlaubt ist. Die Grundregel: Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers gilt als unzumutbare Belästigung. In der Praxis holst du diese Einwilligung über ein Anmeldeformular mit Double-Opt-in ein.
Der Begriff „Werbung“ wird dabei weit verstanden. Gemeint ist nicht nur die klassische Rabattmail, sondern jede Nachricht, die den Absatz deiner Produkte oder Dienstleistungen fördern soll. Deshalb zählen Newsletter mit Angeboten, Nurturing-Serien, Geburtstagsgutscheine und, wie oben gezeigt, auch Zufriedenheitsumfragen in aller Regel dazu. Für die meisten Arten von E-Mail-Marketing brauchst du deshalb eine Einwilligung.
Die Bestandskundenausnahme (§ 7 Abs. 3 UWG): Ohne ausdrückliche Einwilligung darfst du einem Kunden ausnahmsweise Werbung schicken, wenn alle vier Bedingungen erfüllt sind:
- Du hast die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit einem Verkauf von diesem Kunden erhalten.
- Du bewirbst eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen.
- Der Kunde hat nicht widersprochen.
- Du weist bei der Erhebung der Adresse und in jeder E-Mail klar darauf hin, dass er jederzeit widersprechen kann, ohne dass dafür mehr als die üblichen Übermittlungskosten anfallen.
Werbung in Transaktionsmails: Schon 2015 hat der BGH entschieden, dass Werbung in einer automatischen Eingangsbestätigung das Persönlichkeitsrecht verletzt, wenn der Empfänger Werbung vorher ausdrücklich widersprochen hatte (BGH, Urteil vom 15.12.2015, VI ZR 134/15). Zusammen mit dem Urteil von 2018 ergibt sich eine einfache Faustregel: Halte Bestätigungen, Rechnungen und Servicemails frei von Angeboten, Empfehlungen und Umfragen, wenn keine Einwilligung oder Bestandskundenausnahme vorliegt.

Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen, etwa zu Formulierungen in Anmeldeformularen oder zu Grenzfällen in Servicemails, hilft eine Anwältin oder ein Anwalt mit Schwerpunkt Wettbewerbs- und Datenschutzrecht.
Welche Arten von E-Mail-Marketing passen zu deinem Ziel?
Nicht jede Art lohnt sich für jedes Geschäft. Die folgende Tabelle ordnet die häufigsten Ziele den passenden E-Mail-Arten zu. Die Spalte „Starte mit“ nennt jeweils den besten Einstieg.
| Dein Ziel | Starte mit | Ergänze später |
|---|---|---|
| Neue Abonnenten zu Kunden machen | Willkommensserie | Nurturing-Serie, Klick-Trigger |
| Bestehende Kunden binden | Newsletter | Anlass-E-Mails, Feedbackanfragen mit Einwilligung |
| Mehr Umsatz im Onlineshop | Warenkorbabbrecher-E-Mail | Angebots-E-Mails, Folgekauf-Serie |
| Ein Produkt oder einen Kurs launchen | Werbe-E-Mail-Serie zum Launch | Nurturing-Serie vor dem Launch |
| Website-Besucher zurückholen | Newsletter mit neuen Artikeln | Trigger nach Themenklicks |
| Saubere, zustellbare Liste | Reaktivierungs-E-Mail | regelmäßige Bereinigung |
Wenn du deine Ziele noch nicht klar festgelegt hast, lohnt sich vorher ein Blick auf die E-Mail-Marketing-Strategie. Die Wahl der E-Mail-Arten folgt aus dem Ziel, nicht umgekehrt.
Womit du anfangen solltest: ein Startplan in 4 Stufen
Gerade am Anfang ist die Liste der Möglichkeiten eher lähmend als hilfreich. Für Selbstständige und kleine Unternehmen hat sich diese Reihenfolge bewährt, weil jede Stufe auf der vorherigen aufbaut.
- Grundlage schaffen: Anmeldeformular mit Double-Opt-in und eine einzelne Willkommensmail, die das Versprechen der Anmeldung einlöst.
- Rhythmus finden: einen Newsletter in festem Abstand, zum Beispiel alle zwei Wochen. Lieber seltener und verlässlich als häufig und unregelmäßig.
- Erste Automation ausbauen: Aus der Willkommensmail wird eine Serie von drei bis fünf Mails, die zu deinem wichtigsten Angebot führt.
- Verfeinern: Klick-Trigger, Reaktivierung und, falls passend, Warenkorbabbrecher- und Anlass-E-Mails. Jetzt hast du genug Daten, um zu sehen, was wirkt.
Mit diesen vier Stufen deckst du die wichtigsten Arten von E-Mail-Marketing ab, ohne dich in Technik zu verlieren. Alles Weitere ist Feinschliff.

Arten von E-Mail-Marketing mit Klick-Tipp umsetzen
Die meisten Newsletter-Tools können Newsletter verschicken. Unterschiede zeigen sich bei den ereignisbasierten Arten: Wie flexibel lassen sich Serien starten, abhängig von Klicks, Käufen oder Daten?
Klick-Tipp trennt die beiden Grundtypen klar. Ein Newsletter ist dort ein einmaliger Versand an alle Kontakte oder ein Segment, gebunden an ein Datum. Eine Follow-up-Kampagne wird im Marketing Cockpit gebaut und schickt die E-Mails abhängig vom Anmeldezeitpunkt jedes Kontakts. Laut Hersteller können Kampagnen unter anderem durch einen Klick, ein Formular oder einen Kauf starten. Dazu kommen Tags (Markierungen am Kontakt), SmartLinks, die beim Klick ein Tag vergeben, Folgemails abhängig vom Öffnen oder Klicken sowie Vorlagen für Geburtstags- und Warenkorbabbrecher-E-Mails. Für Letztere muss dein Shop angebunden sein.
Damit lassen sich die Arten 1 bis 5, 7 und 8 aus diesem Artikel in einem Tool abbilden. Transaktionsmails wie Rechnungen bleiben in der Regel beim Shop- oder Zahlungssystem. Beachte bei der Tarifwahl, dass die Zahl der automatisierten Kampagnen begrenzt ist: drei im Standard-Tarif, sechs im Premium- und zehn im Deluxe-Tarif, beliebig viele erst im Enterprise-Tarif. Die Details findest du in der Übersicht der Klick-Tipp Preise.
Wenn du Willkommensserie, Klick-Trigger und Newsletter in einem Tool zusammenführen möchtest, prüfe, ob Klick-Tipp zu deinem Anwendungsfall passt.
Häufige Fehler bei der Wahl der E-Mail-Arten
Die meisten Probleme entstehen nicht durch schlechte Texte, sondern weil die Arten von E-Mail-Marketing falsch eingesetzt oder vermischt werden.
- Alles in den Newsletter packen: Begrüßung, Angebot, Umfrage und Neuigkeiten in einer Mail. Leser wissen nicht, was sie tun sollen. Jede E-Mail braucht ein Hauptziel.
- Nur senden, nie automatisieren: Wer ausschließlich Newsletter verschickt, lässt die Phase direkt nach der Anmeldung ungenutzt.
- Werbung in Servicemails schmuggeln: Der „Kunden kauften auch“-Block in der Rechnungsmail ist ohne Einwilligung oder Bestandskundenausnahme riskant.
- Automationen bauen und vergessen: Eine Willkommensserie mit veralteten Links oder Preisen schadet mehr, als sie nützt. Prüfe sie mindestens zweimal im Jahr.
- Zu viele Arten auf einmal: Zehn halbfertige Automationen bringen weniger als eine gute Willkommensserie.
Wie du die einzelnen Mails anschließend so formulierst, dass sie gelesen und geklickt werden, zeigt der Leitfaden zum E-Mail-Copywriting.
Häufige Fragen zu den Arten von E-Mail-Marketing
Wie viele Arten von E-Mail-Marketing gibt es?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Je nach Quelle werden zwei (Information und Werbung) bis über zehn Arten unterschieden. Für die Praxis reichen die neun Arten aus diesem Artikel, die sich nach Auslöser und Zweck einordnen lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Newsletter und Kampagne?
Ein Newsletter ist eine regelmäßige Ausgabe, die an alle Empfänger gleichzeitig geht. „Kampagne“ wird unterschiedlich verwendet: Manche Tools meinen damit einen einzelnen Versand, andere eine automatisierte Serie. In Klick-Tipp ist eine Kampagne zum Beispiel eine Abfolge von E-Mails, die je nach Startzeitpunkt des Kontakts verschickt wird.
Was ist der Unterschied zwischen Transaktionsmail und Marketingmail?
Eine Transaktionsmail informiert über einen Vorgang, den der Empfänger ausgelöst hat, etwa eine Bestellung. Eine Marketingmail soll den Absatz fördern. Für Werbung brauchst du eine Einwilligung oder die Bestandskundenausnahme, für eine werbefreie Bestellbestätigung nicht.
Sind Trigger-Mails immer automatisiert?
Ja. Eine Trigger-Mail wird durch ein Ereignis ausgelöst und vom System automatisch verschickt. Ob sie transaktional oder werblich ist, hängt vom Inhalt ab, nicht vom Auslöser.
Welche E-Mail-Art bringt am meisten?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten, weil es von Branche, Liste und Angebot abhängt. Für die meisten kleinen Unternehmen ist die Willkommensserie der beste erste Schritt, weil neue Abonnenten in diesem Moment besonders aufmerksam sind. Ob das auch für dich gilt, zeigen deine eigenen Zahlen nach einigen Wochen.
Fazit: Erst das Ziel, dann die E-Mail-Art
Die verschiedenen Arten von E-Mail-Marketing sind kein Pflichtprogramm, sondern ein Werkzeugkasten. Zwei Fragen helfen bei jeder Entscheidung: Was löst die E-Mail aus, und was soll sie erreichen? Daraus ergibt sich, ob du einen Newsletter planst oder eine Automation baust und ob du für den Versand eine Einwilligung brauchst.
Für den Start reichen drei Bausteine: Double-Opt-in, eine gute Willkommensserie und ein verlässlicher Newsletter. Wenn du mehr Grundlagen brauchst, hilft der Einstieg mit den E-Mail-Marketing-Grundlagen. Und wenn du mehrere E-Mail-Arten mit Tags und Automationen in einem Tool verbinden willst, kannst du dir Klick-Tipp genauer ansehen.
